Schweizer ÄrztInnen rufen Bundesrat auf, dem Atomwaffenverbot beizutreten

Die ICAN Partnerorganisation PSR/IPPNW Schweiz hatte heute morgen Erfreuliches zu vermelden:

Die FMH, Standesorganisation von über 40’000 Schweizer ÄrztInnen und Ärzten, unterstützen den Vertrag zum Kernwaffenverbot TPNW. Dies wurde an der letzten Delegiertenversammlung beschlossen. Die FMH hat den Bundesrat anfangs Februar gebeten, die Unterzeichnung und die Ratifizierung des TPNW vorzunehmen. Der National- und Ständerat haben diese Forderung 2018 ebenfalls bereits an den Bundesrat gerichtet.

Die ÄrztInnen für soziale Verantwortung / zur Verhütung des Atomkrieges (PSR/IPPNW) sind erfreut über diesen Entscheid der FMH und hoffen nun, dass das präventive Anliegen des Atomwaffenverbotes beim Bundesrat Anklang findet. Denn der Schweizerische Aussenminister, Bundesrat Dr. med. Ignazio Cassis weiss um das ärztliche Prinzip der Prävention und damit um den Grundgedanken des TPNW.

Der Atomwaffenverbotsvertrag TPNW (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons) geht auf eine Initiative von ICAN – der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen – zurück. Angesichts der humanitären Katastrophe im Falle eines Atomkrieges wird der TPNW vollumfänglich auch vom Weltärztebund (WMA) – dem Zusammenschluss aller nationalen Ärztegesellschaften – sowie dem Internationalen Roten Kreuz (IKRK) unterstützt. Der Vertrag ist bisher von 71 Ländern unterschrieben und von 21 ratifiziert worden.

 

Die Schweizer Ärztinnen und Ärzte stärken durch diesen Positionsbezug die Forderung von ICAN, der Rotkreuzbewegung, der Schweizer Kirchen und des Parlaments nach dem sofortigen Beitritt der Schweiz zum Atomwaffenverbotsvertrag. Bleibt zu hoffen dass, sich der Gesamtbundesrat in der anstehenden Entscheidung über den Beitritt vom ‚ärztlichen Prinzip der Prävention‘, dem humanitären Imperativ und dem Willen der Bevölkerung und des Parlaments leiten lässt.

→ Webseite von IPPNW / PSR Schweiz

 

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